Lieber die Taube auf dem Dach oder den Marshmallow in der Hand?

Wer kennt das nicht? Nehme ich die kleine Belohnung jetzt oder leide ich etwas länger und nehme die große etwas später? Übersetzt für alle (angehenden) Manager könnte das auch so lauten: gierig jetzt nach der Gehaltserhöhung fragen oder weiter fleißig-bescheiden auf die Beförderung hinarbeiten? Ein unterhaltsames Video veranschaulicht dieses Prinzip sehr gut:

 

Das Prinzip nennt sich „Belohnungsaufschub und wird hier erklärt…

Aus Personalentwicklungssicht finde ich dabei die folgende Aussage interessant:

„…In einer Längsschnittstudie fand Mischel später heraus, dass die Fähigkeit zu Impulskontrolle bzw. Belohnungsaufschub ein verlässlicher Indikator für späteren akademischen Erfolg und einer Reihe von positiven Persönlichkeitseigenschaften ist…“

Aus meiner Sicht ist dies im strategisch-politischen Managementumfeld eine nicht zu vernachlässigende Grundeigenschaft, die es gerade im Rahmen der Auswahl von High Potentials zu berücksichtigen gilt. Gerade hier zählt es schließlich, mit Ausdauer, Ehrgeiz etc. auf ein langfristiges Ziel hinzuarbeiten.  Spannend ist nur die Frage, ob es nicht auch das gegenteilige Modell gibt: Berufserfolg gerade eben, weil keine Impulskontrolle vorhanden ist… (s. Vertrieb, cholerische Führungskräfte etc.)

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